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BETUWE-Linie

Die Betuweroute ist eine neue zweigleisige direkte Schienenverbindung  zwischen dem Rotterdamer Hafen und dem europäischen Hinterland. Es ist eine zweigleisige Hochgeschwindigkeitsstrecke, die eigens für den Güterverkehr gebaut wird und in 2005 fertig sein wird. Mit  gut neun Milliarden Gulden (Preisniveau 1997) ist dies das größte Infrastrukturprojekt der Niederlande. Nach Schätzungen werden  im Jahre 2010 voraussichtlich 43 Millionen Tonnen über diese Gleise rollen. Das sind 75 Prozent des für 2010 prognostizierten niederländischen Güterverkehrsvolumens. Die Betuwelinie wird 2005 in den Niederlanden komplett in Betrieb gehen. Ab Zevenaar-Ost hat die Betuweroute Anschluss an die bestehende internationale Bahnverbindung Arnheim – Emmerich/Oberhausen. Auf der Strecke werden künftig mehr Züge fahren als bisher.
Im Januar 1999 wurde ein Gutachten veröffentlicht, daß von der Euregio Rhein-Waal und der Region Niederrhein in Auftrag gegeben wurde.
Darin kommt der Gutachter zu folgenden Schlussfolgerungen: Die gesamte Eisenbahnstrecke von Oberhausen nach Zevenaar/Niederlande muss baulich verändert werden, um die erwartete Zunahme des Güterverkehrs zwischen dem Ruhrgebiet und den Niederlanden bewältigen zu können.

Dazu gehört der Ersatz aller Bahnübergänge durch Über-und Unterführungen, die Ausstattung der Nahverkehrsbahnhöfe mit zusätzlichen Gleisen sowie zwei bis vier Meter hohe Lärmschutzwände auf 47 km Länge. Darüber hinaus wird die von der Bezirksregierung Düsseldorf seit mehreren Jahren erhobene Forderung nach mehrgleisigem Ausbau der bestehenden Holland-Linie (Duisburg – Oberhausen – Wesel – Emmerich) durch die Machbarkeitsstudie bestätigt. Für die Strecke Oberhausen-Sterkrade-Voerde wäre dies ein 3-gleisiger Ausbau.
Genau dies will aber die Deutsche Bahn nicht. Noch im Juni 1999 erklärte sie öffentlich, dass ein Ausbau nicht erforderlich wäre.
In welchem Umfang Oberhausen und Buschhausen von diesen Entwicklungen betroffen sein wird, lässt sich derzeit aufgrund der abwartenden Haltung der Deutschen Bahn AG noch nicht genau abschätzen. Falls sich an der Haltung der Deutschen Bahn nichts ändert, werden allerdings gravierende Nachteile im Lärmschutz für ca. 30.000 Oberhausener/innen zu befürchten sein. Deshalb hat der Rat der Stadt Oberhausen sich mehrfach bereits eingehend mit diesem Thema befaßt und es hat sich inzwischen auch eine Bürgerinitiative „Betuwe so nicht“ gegründet, auf deren Homepage Sie weitere Informationen zum Thema finden.

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